Weimarer Weihnachtsspiel oder Jesses Maria!

Ein satirisches Weihnachtsspiel, ein Heimatfilmtheater

Das Weimarer Weihnachtsspiel ist ein spezielles Adventsprogramm von Knuth und Tucek. Auch hier porträtieren sie in gewohnter vokaler und verbaler Schärfe sowie unerschütterlicher Contenance das adventliche Treiben unserer Zeit: Während allerorts Religionskonflikte toben, lanciert der Bund als integrative, ökumenische Massnahme die  schweizerische Erstaufführung des Weimarer Weihnachtsspiels von 1347: Der verzweifelte Regisseur träumt von Tiroler Gröstl, die von einer Schweizer Illustrierten gekürte „Schwangere of the year“ lernt Aramäisch, und der Hamburger bratende Melchior wäre gerne Josef. Der Erzengel Gabriel ist wegen guter Führung auf freiem Fuss, der Techniker bastelt am Stern von Bethlehem, währenddessen sich vehemente Minarettgegner sangesfreudig Gehör verschaffen. Begleiten Sie die Protagonisten durch die frostigen Adventstage bis zur Premiere im Hallenstadion. Und vergessen Sie nicht: Die Hoffnung stirbt zuletzt!

«Neonfrostige Damoklesschwerter. Ein multikulturelles Weihnachtsfest als Horrorszenario mit Happy End. Im ausverkauften Theater Ticino präsentierten die beiden Kabarettistinnen Nicole Knuth und Olga Tucek ihre Wahrnehmung des vorweihnachtlichen Treibens. Im Adventsprogramm „Weimarer Weihnachtsspiel oder Jesses Maria“ entwarf das Duo mit subtiler Ironie und scharfer Beobachtungsgabe eine Karikatur des traditionellen Weihnachtsfestes, die neben dem nagetierartigen Verhalten der Weihnachtseinkäufer auch Geschlechter- und Kulturenkonflikte thematisierte.» (Zürisee-Zeitung, 22.12.07)

Premiere: 2007, Theater Ticino Wädenswil

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