Neurotikon

Musikalisches und gesellschaftskritische Satire.
Ein Heimatfilmtheater

In einer Zeit, in der das Glück verkauft und eine Krise gemietet werden kann, schiessen sich Knuth und Tucek durch die gelichteten Reihen der Selbstfindungstechniken Politik, Wirtschaft, Spiritualität und volkstümlicher Schlager. Mit Engelsstimmen und Teufelszungen besingen und besprechen die schwarzen Königinnen des Heimatfilmtheaters den Schrumpfkopf der modernen Welt als Neurotikon, und teilen mit den Schwertschwingen weiblicher Bodenlosigkeit die tiefgrauen Nebel vom Abaton. Ein komiktriefender Trip in die obskuren Abgründe menschlich-manischen Suchens, ein pralles, bittersüsses Sittengemälde, gemalt in garantiert nicht giftklassefreien Neonfarben. Und wissen Knuth und Tucek mal nicht mehr weiter, gibt es ja immer noch Männer mit Bärten. Wenn aber die final-globale Seifenblase dann zerplatzt, werde auch diese erkennen, dass man heilige Bücher nicht essen kann.

Ausschnitte davon können Sie hier hören: http://www.mx3.ch

Premiere: 26. Mai, 2009, Theater Ticino Wädenswil | wird noch gespielt
Länge: 2 x 50 Minute
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«Sie haben soeben den Salzburger Stier 2011 gewonnen und repräsentiren einen neuen Kabarett-Stil voller Wucht und Wut. Knuth und Tucek liessen videoclip-artig montierte Szenen-Schnipsel auf das begeisterte Publikum regnen. Die Entdeckung der 22. Frauenkabarett-Tage!» (Nürnberger Nachrichten, 28.3.11)

«Ein bitterböses „Heimatfilmtheater“ von Knuth und Tucek

( …) Ihren musikalischen Höhepunkt erreicht die Produktion mit dem Lied „Schweizer Demokraten in der Oper“. Gekonnt (die klassische Ausbildung ist nicht zu überhören!) schwelgen die beiden Zürcher Künstlerinnen in zuckersüssen Opermelodien, allerdings mit bitterbösem Text: „Asylanten wie Hydranten fluten unsere heile Welt“, heisst es da etwa. (…) In anderen Liedern schlagen die zwei schwarz gekleideten Theater-Ladys eher rockige Klänge an und überzeugen damit genauso. Kaum etwas bleibt verschont von Knuth und Tuceks rasierklingenscharfem Spott.» (NZZ, 29.10.09)

«Gesamtschau der Verrücktheiten unserer Zeit. (…) Der Papst, die Showindustrie, die Politik, die Fremdenhasser, alle möglichen Erlösergestalten – sie alle kriegen ihr Fett weg. (…) hingehen und ansehen.» (St. Galler Tagblatt, 18.09.09)

«Die Zusammenhänge unter all diesen Figuren entdeckt der Zuschauer erst nach einer Weile. Zu fasziniert ist man von den wohlklingenden Stimmen, gepaart mit dem süssen Sound des Akkordeons. Zu schnell folgen die teils teuflischen, satirischen Salven.n In ihrem zweiten abendfüllenden Programm «Neurotikon» präsentieren Knuth und Tucek handwerklich perfekte,
schwarzhumorige Gesellschaftssatire.» (Landbote, 20.9.10)

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